Renault Mégane
Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg

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Bei der Entwicklung der Kofferraumverkleidung der neuen Modelle des Renault Mégane hat sich der auf Textilverkleidungen spezialisierte Systemlieferant Borgers-Olbrich für Bertrandt Frankreich als Partner entschieden. Die Wahl zugunsten der französischen Bertrandt Niederlassungen fiel aufgrund der guten Erfahrungen, die mit Bertrandt Köln in einem vorangegangenen Projekt gemacht worden waren.

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Ursprung des Projektes
Die in Deutschland ansässige Borgers-Olbrich-Gruppe ist für ihr spezielles Know-how im Bereich Textilverkleidungen, wie zum Beispiel für die Kofferraum-Entwicklung des neuen Renault Mégane II (5-Türer und 3-Türer), bekannt.
 
REF_RENAULTMEGANE_02 Die Entwicklung dieser Fahrzeuge, die in einem eng bemessenen zeitlichen Rahmen stattfand, setzte eine ständige Anwesenheit im ‚Technocentre’, dem Zentrum für Konzeptstudien und Entwicklung von Renault in Guyancourt nahe Paris, voraus – und damit auch fließendes Französisch und die umfassende Kenntnis der Arbeit eines Automobilherstellers.
 
Aufgrund dieser Prämissen und um noch besser auf die Wünsche von Renault eingehen zu können, hat Olbrich, der Werkzeughersteller und Entwickler von Borgers, einen in Frankreich ansässigen Entwicklungspartner beauftragt, der diesen Anforderungen entsprechen kann. Da Olbrich bereits gute Erfahrungen während einer Entwicklungspartnerschaft mit Bertrandt Köln gesammelt hatte, fiel die Wahl nun auf die französische Bertrandt Niederlassung in Biévres.

Der Projektumfang
Die Leistungsumfänge für die Kofferraumentwicklung lassen sich im Wesentlichen in zwei Hauptbereiche zusammenfassen.
1. Die Konzeptentwicklung: d.h. Machbarkeitsstudien über Entwicklungen im Bereich Design, Definition der geometrischen Formen unter Berücksichtigung der Vorgaben im Lastenheft und den geometrischen Begrenzungen, Definition der Schnittstellen in Zusammenarbeit mit Renault und den Systemlieferanten, Planung und Aktualisierung der erstellten Daten.
2. Ergänzend hierzu wurde Bertrandt vom Hersteller in die technische Weiterentwicklung des Projektes (Schnittstellen- und Qualitätsmanagement, Montageprozess) integriert und hat im Hinblick auf die Weiterentwicklung der Kofferraumverkleidungen bis zur Serienreife mitgearbeitet.
 
Aufgabenteilung zwischen Paris, Strasbourg und Köln
Zunächst wurde Bertrandt Bièvres zu den Verkleidungsumfängen des Renault Mégane hinzugezogen. Aufgrund der engen Terminschiene erfolgte kurz darauf auch die Integration der Bertrandt-Niederlassungen in Strasbourg und Köln. Die Arbeit begann Anfang 2001 mit der Entwicklung von Interieur-Konzepten für die gesamte Modellpalette. Zuerst erfolgte die Konzeptentwicklung für das Cabriolet, den Scénic und den Grandtour in Paris. Um den eng gesteckten Zeitrahmen einhalten sowie eine einwandfreie Qualität leisten zu können, übernahmen kurzfristig die Bertrandt-Niederlassungen in Strasbourg und Köln einige Entwicklungsumfänge.

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In Strasbourg wurden daraufhin die Verkleidungen der Limousine, in Köln die Vorab-Studien zum Grandtour entwickelt. Die Entwicklung der Grandtour-Umfänge konnte im Laufe des Projektes im Frühjahr 2002 dann wieder nach Frankreich zurückverlagert und dort fertig gestellt werden. Derzeit unterstützt Bertrandt in Frankreich den Serienanlauf des letzten Fahrzeuges der neuen Modellpalette Mégane II: den verlängerten Scénic.
 
Fazit
Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern über Ländergrenzen hinweg hat von allen Beteiligten ein hohes Maß an Flexibilität gefordert. Bertrandt sieht diese Projekte in vielerlei Hinsicht als Bereicherung. Zunächst einmal auf sprachlicher Ebene: Alle Gespräche wurden auf Englisch oder Französisch geführt, denn es musste gewährleistet sein, dass die Prozessbeteiligten dieselben Vorgaben und Lösungswege verstehen konnten. Lediglich für die italienischen Geschäftspartner wurde gedolmetscht. Als zusätzliche Herausforderung galten die technischen Aufgaben, die von Deutschen, Franzosen und Italienern auf drei verschiedenen Wegen angegangen werden. Auch dies musste koordiniert und zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden. Ein weiterer Aspekt war der umfassende Einblick, den die Bertrandt-Mitarbeiter in die Herstellung von Textilien und den damit in Zusammenhang stehenden Technologien erhalten haben. Im Gegenzug konnte Bertrandt sein Wissen über den Automobilhersteller Renault einbringen. Eine hohe Reaktionsfähigkeit und die Einbindung verschiedener Bertrandt-Teams in Europa haben zum Erfolg der Partnerschaft mit Borgers beigetragen und die Projekte zu einem guten Abschluss gebracht.
 
Bertrandt bedankt sich bei den Teams von Borgers und Olbrich in Frankreich und in Deutschland für das Vertrauen, welches dem Unternehmen bei diesen Projekten entgegengebracht wurde sowie die sehr guten Arbeitsbeziehungen, die sich in dieser Zeit entwickelt haben.

REF_RENAULTMEGANE_05Entwicklungsleistungen im Bereich Verkleidungen:

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