Spaß am Außergewöhnlichen
Der VW Touareg wurde im Herbst 2002 auf dem deutschen Markt eingeführt. Mit diesem Premiumfahrzeug stieg VW in ein neues Fahrzeugsegment ein und garantiert damit neben extrem hohem Fahrkomfort auch den Spaß am Off Road-Fahren. Bertrandt Tappenbeck hat als Entwicklungspartner dazu beigetragen, dass der Touareg mit innovativen Technologien und Funktionalitäten für die Zukunft bestens gerüstet ist.
Digital Mock Up – Prototypenaufbau – Anlaufunterstützung 1999 begann Bertrandt mit dem virtuellen Aufbau des Vorderwagens für den 6- und 10-Zylinder Touareg. Die konkrete Aufgabe beinhaltete, den Vorderwagen mit Motoren zu vervollständigen. Anschließend wurden die Karossen vom Volkswagen-Versuchsbau zusammengebaut und die ersten Integrationsversuche der 6- und 10-Zylinder-Motoren bei Bertrandt in Tappenbeck gestartet. Nach zweijähriger Entwicklungszeit gab es den ersten Abnahmetermin: die Karosse für den 10-Zylinder sollte in die Produktionsvorserie (PVS) gehen. Hierzu waren alle Fachgruppen von VW bei Bertrandt erschienen: Qualitätssicherung, Motorenentwicklung, Elektrik, Fahrwerk, Dämmung, Dämpfung, Klima- und Kühlwasser, Kraftstoff und Karosseriebau. Zu diesem Termin wurde gleichzeitig der Vorderwagen und Unterboden abgenommen. Es war klar: Der Touareg wird ein Auto, das man fahren will. In Zusammenarbeit mit dem VW-Team Vorderwagenraum und der Pilothalle in Bratislava wurde das Fahrzeug unter Serienbedingungen aufgebaut. In Tappenbeck erfolgte die Feinabstimmung im Vorderwagen bis zur Serienreife.
Der VW Touareg deckt ab, was auf 4 Rädern überhaupt möglich ist: 45° steile Hänge nimmt er genauso souverän wie die Fahrt durch bis zu 58 cm hohe Flüsse. Ein Fahrzeug, bei dem kein Wunsch offen bleibt. Es ist nur eine Frage der Einstellung.
Virtuelles Produktdatenmanagement optimiert Entwicklung Ein maßgeblicher Erfolg für die Entwickler in Tappenbeck war der Einsatz von Virtual Product Management (VPM) und dem damit verbundenen Digital Mock Up (DMU). Das Ziel bei diesem Vorgehen ist es, jederzeit einen Datenabgleich vornehmen zu können und Baustände transparent zu machen. Innerhalb des Projektes konnten so Datenstände im weiterführenden Prozess laufend optimiert werden. Der virtuelle Datenabgleich erfolgte in einem strukturierten DMU-VPM-Prozess auf dem hauseigenen Bertrandt-System, der nachfolgend auf das VW-System übertragen wurde. Bis heute steht Tappenbeck durch zwei 100-Megabit-Anbindungen an das Stammwerk in Wolfsburg im direkten Austausch mit der DMU-Zentrale. Ein eigener DMU-Raum in der Bertrandt-Werkstatt war ein weiterer Vorteil: Die virtuelle Welt wurde in die Werkstatt geholt, um in Echtzeitabgleich zwischen virtuellem und reellem Fahrzeug anfallende Veränderungen vornehmen zu können. Auch der Aufbau der für das DMU des Vorderwagens benötigten Datenbank gehörte zum Projektumfang für Bertrandt. Durch den Einsatz von VPM erfährt die Entwicklungszeit neue Dimensionen und damit Einsparpotentiale, die sich erheblich auf die Entwicklungskosten eines neuen Fahrzeuges auswirken.
Serienpflege Heute gilt es, den Plattformumfang des Touareg mit den eingeführten Motorisierungen zu strukturieren, zu analysieren und zu bearbeiten. Dazu gehören die Pflege der Bauteilstände sowie die Einführung neuer Aggregate. Die geleistete, jahrelange Vorarbeit erleichtert nachhaltig die weiteren Aufgaben.
VW-Online-Anbindung durch langjährige Partnerschaft Das Team in Tappenbeck hat es geschafft, mit Vertrauen, Kompetenz und Innovation eine Online-Anbindung für die nötige Datenpflege an den VW-Partner zu erhalten. Durch die langjährige, fruchtbare Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen in Wolfsburg wurde diese regionale Einmaligkeit im August 2003 möglich. Auf die Konzernsicherheit abgestimmt, ist es den Spezialisten in Tappenbeck möglich, im Onlineraum in der VW-Datenstruktur direkt den Baustand abzugleichen. Bertrandt erfüllt dabei den geforderten, hohen VW-Sicherheitsstandard. Der geschaffene strukturierte Prozess macht es möglich, dass andere Konzern-Töchter auf diese Datenstrukturen zurückgreifen können. Sämtliche Aufbauleistungen am Vorderwagen und auch die Pflege der virtuellen Daten übernimmt Bertrandt Tappenbeck auch in der Zukunft. Dazu wird außerdem der Versuchsbau im VW-Konzern mit Versuchsfahrzeugen unterstützt. Im Vorstadium werden Teile, beispielsweise unter klimatischen Bedingungen, geprüft sowie Generatoren auf Haltbarkeit getestet. Ein umfangreiches Service-Programm, auf welches der VW-Konzern gern zurückgreift.
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